Als Ingenieur-Student*in im Vorstellungsgespräch mit der richtigen Kleidung punkten

Der erste Eindruck zählt und bleibt. Die Kleidung für das Vorstellungsgespräch als Ingenieur*in ist dafür ein entscheidender Faktor. So klappt es!

1. Der alles entscheidende erste Eindruck

Menschen werden nach ihrem Aussehen beurteilt. Das kann man mögen oder nicht, aber es ist eine Tatsache, dass dem ersten Eindruck bei der Beurteilung einer Person eine hohe Bedeutung zukommt. Bereits die ersten 100 Millisekunden entscheiden darüber, ob ein Mensch vertrauenswürdig und sympathisch rüberkommt. Meist ist damit die Entscheidung dafür oder dagegen bereits gefallen, bevor ein Gespräch überhaupt stattgefunden hat. Niemand kann sich davor schützen.

In einem Vorstellungsgespräch ist dieser erste Eindruck das Wichtigste, nicht nur, aber auch für Ingenieur*innen. Deshalb ist die Kleidung, die man zum Vorstellungsgespräch als Ingenieur*in trägt, ein nicht zu vernachlässigender Faktor, dem du besondere Aufmerksamkeit schenken solltest. In der heutigen Zeit, wo die Bewerberauswahl und das Gespräch immer ausgefeilter werden, kann ein klitzekleines Detail das alles Entscheidende sein. Ein Grund mehr, um bei der Kleiderwahl besondere Sorgfalt walten zu lassen.

2. Das äußere Erscheinungsbild

Die Kleidung im Vorstellungsgespräch als Ingenieur*in muss in erster Linie deine Individualität und Persönlichkeit vorteilhaft unterstreichen. Dazu gehören ein ordentliches Erscheinungsbild und ein gepflegter Dresscode.

In der Regel ist es ratsam, sich eher konservativ für ein Vorstellungsgespräch zu kleiden. Das gilt für Männer wie Frauen gleichermaßen. So ist der professionelle Auftritt als Ingenieur*in beim Vorstellungsgespräch durch die Kleidung bereits garantiert. Das gepflegte Auftreten tut ein Übriges, um einen positiven vertrauenswürdigen Eindruck zu erwecken. Um nicht zu sehr vom eigenen Erscheinungsbild abzulenken, sollte man auf Folgendes achten:

  • Die Schuhe sollten geputzt und poliert sein.
  • Die Haare müssen sitzen.
  • Für Frauen gilt, dass ein dezentes Make-up einem Auffälligen vorzuziehen ist. Auch das Parfüm sollte nicht zu aufdringlich sein.
  • Das gilt auch für den getragenen Schmuck, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
  • Bei den Männern ist darauf zu achten, dass die Socken hoch genug sind. Beim Sitzen darf keine Haut sichtbar werden.
  • Die getragenen Farben sollten schlicht und dezent sein. Auffällige Designs und Muster sind zu meiden.
  • Der Krawatte gilt ein besonderes Augenmerk. Eine unifarbene oder klassisch mit Streifen versehene Krawatte kommt immer gut an.
  • Modische Trends sind eher unpassend. Der gewählte Dresscode sollte durch einen ästhetischen, simplen Eindruck überzeugen.
  • Im Sommer sind kurze Hosen und offene Schuhe völlig fehl am Platze.

So kannst du als Ingenieur*in im Vorstellungsgespräch durch deine Kleidung überzeugen. Schließlich ist die Kleidung eines Bewerbers ein wichtiger Teil des Auswahlprozesses, in dem es zu überzeugen gilt. Gleichzeitig zeigst du, dass du es verstehst, dich mit der Wahl deiner Kleidung an das gewählte Unternehmen anzupassen. Mit einem Anzug als Zwei-Knopf-Modell mit Revers liegst du überwiegend richtig. Ingenieur*innen greifen eher zu einem Rock in Knielänge und einer Bluse, die unauffällig wirkt. Positiv fällst du natürlich auf, wenn der gewählte Dresscode nicht nur gebügelt ist, sondern auch die eigene Figur vorteilhaft betont und in Szene setzt.

Wichtig zu wissen ist, dass auch das edelste Outfit sich für ein Vorstellungsgespräch nicht eignet, wenn du dich darin unwohl fühlst. Es verfehlt schlichtweg seine Wirkung. Das Gleiche gilt für ein Material, welches zwar optisch perfekt ist, aber auf der Haut kratzt und Falten wirft. Du wirst vom Vorstellungsgespräch abgelenkt, was unangenehme Folgen haben kann.

3. Es muss nicht immer der Anzug sein

Es ist nie verkehrt und zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch unabdinglich, sich den Webauftritt des Unternehmens einmal genauer anzusehen. So erfährst du nicht nur Informationen über das Unternehmen, sondern kannst auf der Team-Seite auch sehen, welches Outfit die zukünftigen Kolleg*innen tragen. Diesem Kleidungsstil solltest du dich für das Vorstellungsgespräch anpassen.

Weißt du z.B. bereits, dass nach dem Vorstellungsgespräch ein Besuch auf einer Baustelle ansteht, kannst du auch ein legeres Hemd anziehen. Der Anzug ist in diesem Fall eher unpassend. Hast du ein Vorstellungsgespräch bei einem Ingenieurbüro ohne Baustellentätigkeit oder einer Unternehmensberatung, wird dagegen der Anzug zum Pflichtprogramm gehören. In einigen Fällen reicht aber auch schon eine Hose, ein Hemd und ein Sakko zu tragen. Damen können auch mit einer Hose, einer Bluse und einem Blazer punkten.

Ganz wichtig in den heutigen Zeiten ist die Pünktlichkeit. Im Gespräch selbst musst du die Zeit nicht im Auge haben. Nimm dir am besten nicht direkt danach etwas vor, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Das Tragen einer Markenuhr war übrigens früher ein wichtiges Statussymbol, doch die Zeiten ändern sich. Schließlich hat nicht jeder heute noch eine Uhr, wenn das Handy immer dabei ist. Auf das Handy nach der Zeit zu schielen, kommt bei Personaler*innen aber auch nicht gut an. Vorsichtshalber einfach das Handy ausschalten, damit du nicht auf das Handy versehentlich schaust und es auch keine ungewollten Störungen gibt.

Komplettiert man seinen Dresscode für das Vorstellungsgespräch als Ingenieur*in mit einem sicheren, selbstbewussten Auftreten, kannst du das Unternehmen sicherlich für dich gewinnen.

4. Die Tabus für die Kleidung im Vorstellungsgespräch

Es gibt einige Tabus, die es bei der Auswahl der Kleidung zum Vorstellungsgespräch für Ingenieur*innen zu beachten gilt. Dazu zählen Folgende:

  • die gewählte Kleidung ist zu groß oder zu eng
  • Knöpfe sind lose oder bereits abgerissen
  • die Kleidung hat Flecken oder Löcher
  • ungebügelte und ausgebeulte Bekleidung
  • Miniröcke und tiefe Ausschnitte
  • Schuhe mit abgelaufenen Hacken und/oder ungeputzt
  • ungepflegte Haare und ein ungepflegter Bart
  • auffälliger Schmuck
  • starker Körpergeruch und ein zu starkes Parfüm oder Rasierwasser

Auch der Tasche solltest du Aufmerksamkeit widmen, schließt der*die Personalchef*in doch daraus, wie du mit zukünftigen Arbeitsmaterialien umgehen wirst und wie organisiert du bist. Vermieden werden sollten auch hier schrille Farben. Die Bewerbungsunterlagen sollte man nicht als Lose-Blatt-Sammlung mitnehmen, sondern geordnet in einer Dokumentenmappe. Das deutet auf Kompetenz und Ordnungssinn hin.

5. Fazit

Es gilt also, die zahlreichen Fettnäpfchen gekonnt zu umschiffen. Als Ingenieur*in musst du also auf deine Kleidung im Vorstellungsgespräch besonders achten. Deshalb ist es unabdingbar, sich frühzeitig und intensiv mit dem Dresscode auseinanderzusetzen. So kannst du neben deiner fachlichen Kompetenz durch dein Studium auch mit deinem Erscheinungsbild punkten. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

Hinterlasse also einen guten ersten Eindruck in deinem Vorstellungsgespräch!

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